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Aktuelles

Sachsen hat jetzt eine landesweite Ehrenamtsagentur

Am 3. März 2021 eröffnete der Freistaat Sachsenging eine landesweite Ehrenamtsagentur, die Akteure des ehrenamtlichen Engagements vernetzen und zum Austausch anregen soll. Auf diese Weise sollen Beispiele besonders erfolgreicher Praxis besser bekannt gemacht und mehrfach umgesetzt werden können. Neue Vereine und Initiativen können dadurch schneller auf Erfahrungen anderer zurückgreifen.

Die Ehrenamtsagentur Sachsen soll sich vor allem auch um kleinere Initiativen und Vereine kümmern, die keine verbandliche Unterstützung haben. Die Unterstützung der Ehrenamtsagentur wird überwiegend in Beratungen, Hilfestellungen und Vernetzungen bestehen. Es sollen umfangreiche Informationen zur Verfügung gestellt und auch Workshops angeboten werden. Eine finanzielle Förderung wird über die Ehrenamtsagentur nicht erfolgen. Die bestehenden Förderprogramme bleiben im bisherigen Rahmen erhalten.

Zur Eröffnung am sagte Sozialministerin Petra Köpping: »Mit der Gründung der Ehrenamtsagentur Sachsen setzen wir einen weiteren Meilenstein in der sächsischen Engagement-Politik. Sachsen fördert das bürgerschaftliche Engagement nicht nur finanziell, sondern auch ideell: Wir wollen, dass Menschen sich im Ehrenamt engagieren. Möglichkeiten dazu gibt es genug. Nun können wir auf breiterer Basis die Vereine und Initiativen vor Ort beraten und unterstützen.«

Träger der Ehrenamtsagentur Sachsen ist die Stiftung Just, die bereits die Fachstelle Freiwilligendienste und die Landeskontaktstelle Selbsthilfe trägt. Seit März 2021 haben alle drei Einrichtungen ihren Sitz auf der Königsbrücker Straße 28-30 in Dresden, wo nun eine Anlaufstelle für Fragen des bürgerschaftlichen Engagements entstanden ist.

Als freier, nicht-öffentlicher Träger will die Stiftung Just den Vereinen auf Augenhöhe begegnen. Bestehende Freiwilligen-Agenturen und ähnliche Einrichtungen sollen als Partner gewonnen und zum Austausch miteinander angeregt werden.

 

Ehrenamtsplattform »Ehrensache.jetzt« bringt Vereine und zum Engagement bereite Menschen zueinander

Ehrenamtliche Unterstützer und Ehrenamtseinsatzstellen in Sachsen finden - auf »ehrensache.jetzt« ist beides möglich 

Die von der Bürgerstiftung Dresden entwicklete Plattform »ehrensache.jetzt« bietet Freiwilligen die Möglichkeit, über das Internet ein passendes Ehrenamt zu finden. Gemeinnützige Organisationen, Vereine und Initiativen können in dem Portal kostenfrei inserieren, wenn sie ehrenamtliche Unterstützung suchen. Auch Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen möchten, ist es möglich, selbst ein Inserat zu schalten. 

Die Ehrenamtsplattform gibt es bereits für die Landkreise Bautzen, Leipziger Land, Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, Meißen, Görlitz und Nordsachsen und für die Landeshauptstadt Dresden, wo sie 2019 zuerst online ging. Die Übertragung auf weitere Regionen in Sachsen ist vorgesehen. 

Das Rollout wird aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt finanziert. Bis Ende 2022 soll »ehrensache.jetzt« in allen sächsischen Landkreisen zur Verfügung stehen.

 

Bundesweites Programm »Engagierte Stadt« wächst weiter

© Körber-Stiftung

Das bundesweite Netzwerkprogramm »Engagierte Stadt« ist  zum 1. Juli 2020 in eine dritte Phase gegangen. In dieser steht vor allem eines im Mittelpunkt: Das Netzwerk Engagierter Städte zum größten bundesweiten Lernnetzwerk von Menschen zu entwickeln, die bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung vor Ort durch gute Rahmenbedingungen, sektorübergreifende Zusammenarbeit und gemeinsames Lernen umsetzen.

Bis 2023 soll das Netzwerk sukzessiv auf bis zu 100 Städte, Gemeinden und Stadtteile anwachsen. Allen bietet das Netzwerk ein breites Angebot an Austausch, Qualifizierung, Strategieberatung und Zusammenarbeit der Engagierten Städte miteinander.

Die Weiterentwicklung vom Förder- zum Netzwerkprogramm wird verstärkt durch die künftige Ansiedlung des Programmbüros der »Engagierten Stadt« beim Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.

Über das Netzwerkprogramm »Engagierte Stadt«

Seit 2015 fördert das Netzwerkprogramm »Engagierte Stadt« Engagement und Beteiligung in 50 ausgewählten Städten und Gemeinden Deutschlands: Vom Engagement des Einzelnen bis hin zu einer Verantwortungsgemeinschaft, die bürgerschaftliches Engagement vor Ort fördert und dafür verlässliche Strukturen entwickelt. Gleichzeitig werden auf der lokalen Ebene neue Formen der strategischen Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft auf Augenhöhe erprobt.

Auf Bundesebene wird das Netzwerkprogramm »Engagierte Stadt« ab Juli 2020 von diesen Partnern getragen: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bertelsmann Stiftung, Breuninger Stiftung, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, Joachim Herz Stiftung, Körber-Stiftung und Robert Bosch Stiftung.

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