Aktuelles
Anhebung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale ab 1. Januar 2026
Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, werden ab 2026 stärker steuerlich entlastet. Die Übungsleiterpauschale wird von bisher 3.000 Euro auf 3.300 Euro angehoben. Die Ehrenamtspauschale steigt von bisher 840 Euro auf 960 Euro. Hierdurch sind künftig Einnahmen aus bestimmten ehrenamtlichen Tätigkeiten für steuerbegünstigte Organisationen in höherem Umfang als bisher von der Einkommensteuer befreit.
Steuerentlastung für Vereine ab 1. Januar 2026
Das Steueränderungsgesetz 2025 brachte spürbare Entlastungen und Vereinfachungen für gemeinnützige Vereine und andere gemeinnützige Organisationen. Der Katalog der gemeinnützigen Zwecke wurde erweitert. Ab 1. Januar 2026 können Vereine als gemeinnützig anerkannt werden, die sich dem E-Sport widmen.
Außerdem wurde die Grenze für die Besteuerung des steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes um 5.000 Euro auf 50.000 Euro erhöht. Das bedeutet, dass mehr Geld in der Vereinskasse bleibt. Auch die Regeln zur zeitnahen Mittelverwendung wurden deutlich gelockert. Für gemeinnützige Organisationen, deren Einnahmen bis 100.000 Euro pro Jahr betragen, wurde die Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung abgeschafft. Kleine und mittlere Vereine können damit ihre Mittel flexibler verwenden und länger zurücklegen.
Reger Austausch zum Fachtag
Auf Initiative der Engagementstiftung Sachsen fand am 8. Dezember 2025 ein Engagement-Fachtag statt. Rund 50 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung gefolgt. Neben den Trägern von Freiwilligendiensten auch Mitarbeitende von Engagementzentren sowie kommunale Ehrenamtsbeauftragte. Nach einem Impuls-Vortrag von Prof. Dr. Backhaus-Maul über die Entwicklungen von Engagement, Demokratie und Organisationen bildeten fünf verschiedene Austauschforen den Hauptinhalt der Veranstaltung. So fand ein reger fachlicher Austausch zur Bildungsarbeit im Bereich der Freiwilligendienste, zur Inklusion im Bereich der Freiwilligendienste, zu besonderen Formaten des Engagements junger Menschen, zur Zusammenarbeit im bürgerschaftlichen Engagement auf kommunaler Ebene sowie zu Fragen der Engagemententwicklung allgemein statt. Dabei zeigte sich, dass der bereichs-übergreifende Austausch wichtig ist für ein gemeinsames Verständnis von bürgerschaftlichem Engagement.
Selbsthilfe im ländlichen Raum
In einer Präsentation am 3. Dezember 2025 wurden in Dresden die Ergebnisse des Projektes »Selbsthilfe im ländlichen Raum Sachsens / Thüringens« vorgestellt. Ziel des von der AOK PLUS geförderten Projektes war es, unter den besonderen Herausforderungen im ländlichen Raum die Arbeit von Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstellen sichtbar zu machen und einen besseren Zugang für Betroffene, Angehörige und Interessierte zu den einzelnen Angeboten zu ermöglichen. Vertreterinnen der Selbsthilfekontaktstellen aus dem Vogtland, dem Erzgebirgskreis, dem Wartburgkreis sowie den Landkreisen Bautzen und Leipzig stellten ihre neuen Initiativen und Ideen vor. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Kontakte auf kommunaler Ebene sind und das die Selbsthilfe als wichtiger Teil des bürgerschaftlichen Engagements verstärkt der öffentlichen Wahrnehmung und Würdigung bedarf.
Begleitet und unterstützt wurde das Projekt von der Landeskontaktstelle Selbsthilfe Sachsen und vom Riethwerk Erfurt.
Engagierte Jugend beim diesjährigen Sachsensommer
Auch 2025 gab es wieder einen »Sachsensommer«. Im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 30. September engagierten sich insgesamt 111 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Sie leisteten ihren Einsatz in 63 verschiedenen Einsatzstellen, wobei Tätigkeiten in der Kinderbetreuung, im sozialen Bereich und im Sport den Schwerpunkt bildeten. Einsatzstellen gab es in fast allen Regionen Sachsens. Die Mehrzahl der Teilnehmenden war weiblich und engagierte sich nach Abschluss der Realschule.
In einer Feedback-Befragung gaben rund 70 Prozent der Teilnehmenden an, dass der »Sachsensommer «sie in ihrer beruflichen Orientierung unterstützt habe. Außerdem wurde die Zeit nach der Schule sinnvoll genutzt und durch die gezahlte Vergütung das Taschengeld etwas aufgebessert. Die beteiligten Einsatzstellen waren dankbar für die Unterstützung und den frischen Wind, den die jungen Menschen mitbrachten.
Im nächsten Jahr sollen stärker auch Einsatzstellen im handwerklichen Bereich gewonnen werden. Dadurch könnten weitere Zielgruppen für den »Sachsensommer« interessiert werden.